
Rudolf Zwirner
Rudolf Zwirner wurde 1933 in Berlin geboren und studierte Kunstgeschichte sowie Rechtswissenschaften an der Universität Freiburg.
Seine berufliche Laufbahn begann er mit einem Volontariat in der Galerie „Der Spiegel“ in Köln. Nach Stationen im Auktionshaus Gerd Rosen und in der Galerie Heinz Berggruen in Paris gründete er 1960 seine eigene Galerie in Essen, die er 1962 nach Köln verlegte.
1967 war Zwirner Mitbegründer des ersten Kölner Kunstmarktes und engagierte sich fortan intensiv in der Kunsthandelsbranche. 1988 entwickelte er das Konzept und leitete die Ausstellung „Köln sammelt“ im Museum Ludwig in Köln.
1993 gründete er das Zentralarchiv des internationalen Kunsthandels (ZADIK) und übernahm dessen Leitung.
Von 1995 bis 1997 kuratierte er zusammen mit Eckhart Gillen die Ausstellung „Deutschlandbilder“ im Martin-Gropius-Bau in Berlin.
1992 gab Zwirner die Galerietätigkeit auf, blieb jedoch weiterhin als Kurator und Berater aktiv.
1998
“Mit den Combine Bildern glückt Rauschenberg eine künstlerisch bedeutsame Verbindung von abstrakt expressiver Malerei und Obkjektkunst.”
Über Robert Rauschenberg
Vortrag in Berlin
1998
“Warhol hingegen hätte Beuys gerne als Superstar in einem seiner Filme gesehen“
Wie Andy Warhol in Europa und Joseph Beuys in den USA ankam
Zur Rezeptionsgeschichte zweier Protagonisten
1998
“Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die unterschiedlichen Persönlichkeiten und Stile, kulturpolitisch sehr geschickt, als Ecole de Paris und Paris als Weltkulturhauptstadt gefeiert.“
Deutsche Nachkriegskunst im Kontext des internationalen Kunstgeschehens
1999
“Die Künstler und auch Sammler der Vereinigten Staaten von Amerika waren bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges auf Paris fixiert”
Der Einfluss von Biennale und documenta auf die Rezeption amerikanischer Kunst nach 1945
Vortrag in Kassel
2000
“Für Beuys waren existentielle Themen wie Geburt und Tod oder die Verwandlung der Materie dominierend”
Joseph Beuys – Der Stratege
Antrittsvorlesung an der HBK Braunschweig
2001
“Die allgemeine Verfügbarkeit von Informationen führt zu einem Verlust an Informationsvorsprung”
Die Entwicklung des Kunsthandels für moderne Kunst in Westdeutschland
Vorlesung an der HBK Braunschweig
2002
“Um Werke dieser Künstler erwerben zu können, mußte man sich in Wartelisten eintragen”
Die Rezeption französischer Kunst im Nachkriegsdeutschland 1945-60
Vortrag an der Freien Universität Berlin
2004
“Aus billigem Material der Straße wie Wellpappe, Jutesäcke, Gips oder Draht entstanden Objekte des täglichen Lebens”
Über die Pop-Art in den USA
Entstehung und Wirkung
2006
“Während ich die Gäste begrüßte, trat Peter Ludwig an meine Seite und flüsterte mir zu, dass er meinen Preis akzeptiere”
Mit Risiko und Einsatz zum Erfolg
Über Jasper Johns’ “Passage”
2006
“Die Galerien sind der vernünftigste Ort für die profilierte Pflege und die Erstpräsentation eines Künstlers”
Im Gespräch mit Annette Schröder
Kölner Rundschau
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2008
“Wie kann man so rückwärtsgewandt, wie kann man so zurück in der Zeit sein?”
Im Gespräch mit Eva Mongi-Vollmer
In der Reihe "Café Deutschland" des Städel Museums
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2009
“Das mag ja schön sein, hat aber doch nichts mit der Kunst zu tun”
David und Rudolf Zwirner im Gespräch mit Cornelius Tittel
Monopol Magazin, Ausgabe 2
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2010
“Erst 1967 mit dem Kölner Kunstmarkt entstand etwas Neues”
Das deutsche Informel und der Kunsthandel der 50er Jahre
Ein Gespräch
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2012
“Deswegen musste ich immer aufpassen, dass die Bilder auch wirklich von Andy Warhol stammten”
Im Gespräch mit Tobias Timm über Andy Warhol
Die Zeit Nr. 46/2012
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2013
“Nur Museen bewahren unser kulturelles Gedächtnis”
Im Gespräch mit Nicola Kuhn
Der Tagesspiegel
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2014
“Warhol war selbst Sammler: Ganz früh hat er zum Beispiel Zeichnungen von Jasper Jones bei Leo Castelli gekauft”
Im Gespräch mit Regina Wyrwoll
“Ludwig goes Pop”, Katalog
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2021
“Das führte meine Suche zum geschichtlichen Anfang des Monotheismus und zur Genesis, dem 1. Buch Moses.”
Glaubensbekenntnis
2021
“Das dualistische Denken findet im Kreuz seine gedankliche Entsprechung.”
Betrachtung
2022
“Das Spirituelle des Archivs ist nicht die Breite, sondern die Dichte”
Im Gespräch mit Nadine Oberste-Hetbleck, in sediment 32
2022
"Der vierundzwanzigteilige Bilderzyklus von Michael Anthony Müller widmet sich dem wechselnden Licht, den Formen und Farben [...]"
"Der geschenkte Tag - Kastor und Polydeukes"
Zyklus von 24 Bildern zum Thema "Zeit"
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2023
"Nur das Kunstwerk kann Trauer und Entsetzen der Menschen in eine nicht utopische Wirklichkeit der Wahrnehmung führen."
"Gedanken zum Birkenau-Zyklus von Gerhard Richter"
Aus Anlass der Ausstellung „Am Abgrund der Bilder“
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2023
"Licht in Schattierungen, die den Raum sogar grenzenlos erscheinen lassen und eine Bewegung der Formen suggerieren."
2024
"Sie waren bildende Künstler, Dichter, Komponisten und Musiker, im Sinne der medienübergreifenden Kunst. Das Wort Fluxus war für sie Lebensgefühl."
Gedanken zur Fluxus-Bewegung
2024
“Die Form bleibt autonom, aber die Wahrnehmung und Bedeutung wird sich verändern”
2025
“Allmählich bestimmte der nicht mehr kunsthistorisch begründete Auktionspreis den Wert.”
Wie begründet sich Relevanz?
Gedanken zur “normativen Ästhetik” und Bewertungsmaßstäben gegenwärtiger Kunst
2025
